Trainerfreuden

28. Juni 2025

Fast mein gesamtes Leben setze ich mich inzwischen mit dem Thema Training im Orientierungssport auseinander – entweder als derjenige, welcher trainiert wird oder als derjenige, der selbst als Trainer aktiv ist. Spannend finde ich seit jeher die Vielfalt der Ansätze und Ergebnisse.

Einleitend muss ich dazu sagen, dass man bei der Kommunikation und Absprachen zu diesem Thema mit anderen Trainern fast immer nur ins Fettnäpfchen treten kann. Gerade im mittleren Altersbereich spürt man dort oft den Wunsch, sich als der bessere Trainer mit den besten Ansätzen darzustellen. Auf solche Diskussionen habe ich stets keine Lust. Für mich kann ich sagen, dass ich nun schon mehr als zwei Jahrzehnte meinen Trainerschein habe und dort aktiv bin, früher vor allem mit Studenten und Erwachsenen. Es ist aber nicht mein Wunsch aktiv zu benennen, wer denn von mir angeleitet wurde. Bei diesem Thema überwiegt für mich die innere Freude über die Ergebnisse.

Auf die Vergangenheit bezogen konnte ich dort bisher viel von dem Wissen weitergeben, was ich selbst durch meine Trainer, in den Zeiten in ausländischen Vereinen oder der Nationalmannschaft, gelernt habe. Hängen geblieben ist der zentrale Satz, dass jeder das Recht hat auf seinem eigenen Level Sport zu betreiben. Über die Ansätze zur Trainingssteuerung, wie man zu den gewünschten Wettkämpfen so fit wie möglich am Start stehen kann, obwohl man eigentlich gar keine Zeit zum Trainieren hat, bin ich bis heute dankbar. Dadurch gelingt es mir persönlich immer wieder zu definierten Zeitpunkten die bestmögliche Leistung abzurufen, auch wenn es einige Wochen zuvor noch gar nicht so aussah als würde zum gewünschten Wettkampf irgendetwas Vernünftiges rauskommen.

Einen ganz anderen Stellenwert nimmt das Thema Training ein, wenn man mit Kindern arbeitet. Dort geht es dann nicht mehr primär darum irgendwelche Übungen durchzuführen, sondern vielmehr einen Ansatz zu finden, wie man die Kinder motivieren kann mitzumachen, um diesen spielerisch etwas beizubringen. Mit der Zeit hat man dort so ein Standardrepertoire entwickelt, welches je nach individueller Tagesform meistens funktioniert und manchmal eben auch nicht.

Wenn man dann seine eigenen Schützlinge erstmalig ganz allein bei einem Wettkampf am Start sieht, dann ist die Anspannung nochmal viel höher, als wenn man selbst laufen würde. Bei den unlängst ausgetragenen Landesjugendspielen und den zuvor ausgetragenen Kinder- und Jugendspielen war dies zweimal der Fall. Die Freude war groß, als alle Schützlinge ohne fremde Hilfe und Fehlstempel aus dem Gelände zurückkamen. 

Als wichtiges Mittel für kleinere Kinder sehe ich dabei Fähnchenbahnen an, wo diese ohne Erwachsene als Begleitung erstmalig wirklich selbst Entscheidungen treffen müssen und dabei aber auch die Sicherheit haben, dass Sie nicht verloren gehen können.

Wenn man bei solchen Bahnen sieht, dass die ausgedachten Optionen aufgehen, ist es umso schöner.

Schöne Schulferien :-)

Berichte auf der Sonnenland-Seite

Fähnchenbahn zum Sonnenland Sprint-OL am 25. Juni 2025