Australien

25. Januar 2015

Es gibt wohl kaum etwas Schöneres als in einer beindruckenden Landschaft starke Leistungen im OL zu sehen und darüber berichten zu dürfen. Der Mix aus Entspannung und Anspannung bei angenehmen Außentemperaturen war zum Jahreswechsel einfach perfekt. Die IOF hat dankend auf unser Material zurückgegriffen.

Doch bevor es 3 Wochen nach Australien ging, standen nach der Deutschen Meisterschaft über die Langdistanz Anfang Oktober erstmal die unterschiedlichsten Einheiten auf dem Programm. So wurden wieder die Skiroller ausgepackt sowie die Wanderschuhe herausgeholt und die abgelegenen Pfade der Sächsischen Schweiz erkundet.

Die Orientierungslauf-Saison begann für mich dann Ende November bei der Dresdner Winter-OL-Serie. Der erste Lauf in Oelsa fand bei richtig schönen herbstlichen Bedingungen statt. Die Bahn hätte zwar auf Basis des Geländes noch etwas Potenzial gehabt. Der ein oder andere anspruchsvolle Posten war aber mit dabei.

Beim zweiten Lauf hinter Freital gab es vor allem eine Richtung: nach oben. Irgendwie war es ein seltsamer OL, da es vor allem hoch und logischerweise manchmal auch die Berge runter ging. Ebene Passagen waren aber eher die Seltenheit. Sicher orientieren musste man aber trotzdem. Vielleicht hat es auch deswegen Spaß gemacht.

Der dritte Lauf war am vergangenen Wochenende bei Freiberg direkt neben der Brauerei. Nach 3 Wochen bei 20 – 40 Grad musste man sich hier erstmal an die Temperaturen in der Nähe des Gefrierpunktes gewöhnen. Die ersten Läufer waren dann doch recht schnell unterwegs.

Kurz vor Weihnachten bis nach Neujahr ging es 3 Wochen nach Australien – 2 Wochen davon auf die Hauptinsel und eine Woche nach Tasmanien, wo auch der Weltcup ausgetragen wurde. Die Landschaft und die Art zu leben war doch sehr unterschiedlich zu Deutschland. Auf der menschlichen Seite haben vor allem die entspannten Einwohner einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

So verlebten wir interessante italienische, kroatische und australische Weihnachtstage.Beim Weltcup war Fred als Fotograf für die IOF sowie für orientierungslauf.de tätig. Für mich war es ehrlich gesagt sehr entspannt über nur eine deutsche Läuferin zu berichten. So konnte ich mich nebenbei in der Berichterstattung mehr auf die Verfolgung der Weltspitze konzentrieren. Es ist immer wieder beindruckend diesen Willen, die absolut beste Leistung abzurufen, zu sehen. Wenn man dann noch die technischen Fähigkeiten analysiert, kann man einfach nur den Hut ziehen. Bestimmte aktuelle und ehemalige Nationalläufer in Deutschland glänzen leider seit geraumer Zeit mehr aufgrund Ihrer Diskussionen.

So blieb uns auf unserer selbst finanzierten Reise in Tasmanien der Luxus beim Weltcup einfach nur das zu machen was Spaß macht. Im Rahmen der Orientierungsläufe haben wir beim Sprint in Launceston und bei der Mitteldistanz in Coles Bay viele Leute getroffen, Interviews und Gespräche geführt und vor allem viele Bilder gemacht und weitergeleitet. Zum Rahmenprogramm zählten neben verschiedenen Nationalparks wohl die typischen Klassiker in Australien: Melbourne, Sydney, Ayers Rock, Great Ocean Road, Gold Coast,…

Letztendlich waren es beindruckende Leistungen und Tage Down Under.