WM Impressionen aus Pressesicht

21.August 2010
 

Zur diesjährigen Orientierungslauf-WM reiste auch ein deutsches Presseteam ins norwegische Trondheim. Das zentrale Augenmerk lag auf der Berichterstattung für orientierungslauf.de. Mit zahlreichen neuen Eindrücken kehrte das Team anschließend zurück. 

Zusammengesetzt war die Pressemannschaft aus Peggy, Fred und mir. Lange im Vorfeld wurden grundlegende Fragestellungen wie die Ziele vor Ort abgesteckt. Auch standen banale Sachen wie Unterkunft und Anreise auf der Liste der wichtigen Dinge. Aufgrund des vielen, notwendigen Gepäcks erfolgte zum Großteil die An- und Rückreise von jeweils 1800-2400 km pro Person im Auto. Untergekommen sind wir außerhalb der Stadt.

Die Eingewöhnungszeit vor Ort verlief erstaunlich reibungslos. Seltsamerweise bestanden von Anfang an keinerlei Berührungsängste. Weder bei der Akkreditierung noch bei der gesamten Arbeit im Pressebereich. Vielleicht lag dies auch an der Möglichkeit sowohl in Englisch als auch in Norwegisch oder Schwedisch zu kommunizieren.

Der Alltag vor Ort stellte sich dann auch relativ schnell ein. Abgesehen von der Sprintentscheidung, in der gleich zwei Wettkämpfe an einem Tag ausgetragen wurden, folgte immer wieder derselbe Ablauf. Die Presseteams waren wohl täglich die Ersten und Letzten (neben dem Veranstalter) im Zielbereich. Bei uns bedeutete das vorab unter anderem die Gegebenheiten vor Ort Erkunden, erste Notizen zum Wettkampftag notieren, Artikel und Pressemitteilungen vorschreiben und Startlisten studieren. Die Fotografen verabschiedeten sich im Vorfeld dann Richtung Fotoposten. In der Regel kam Fred diese Aufgabe zu. Der Rest des Teams beobachtete aufmerksam die Entscheidungen vor Ort aus der Kabine, vor dem Fernseher oder Live in der Zielarena und versuchte Stimmen oder Emotionen der deutschen Mannschaft einzufangen.

Nach den Finalentscheidungen folgten Pressekonferenzen für die Journalisten. Dort war es leicht möglich, zusätzliche Informationen zu sammeln. Danach musste alles ganz schnell gehen. Fotos wurden überprüft, Fernseh- und Videobeiträge geschnitten und Artikel geschrieben. Alles musste meist schnellstmöglich raus oder ins Netz. Für uns bedeutete das Fotos sichten, Artikel zu Ende schreiben und auf orientierungslauf.de einstellen, Pressemitteilungen fertigstellen und versenden – schon waren wieder 3h weg und die Zielarena leer. Diesem Rhythmus wurde die gesamte OL-Woche gefolgt.

Natürlich war diese Woche nicht nur harte Arbeit. Zwei Ruhetage, ein Media-Rennen und zahlreiche Anekdoten lockerten die gesamte Woche ein wenig auf. Mal ganz abgesehen vom Spektakel WM an sich - inzwischen ist es sehr wohl möglich den OL Medienwirksam zu präsentieren. So zum Beispiel auch die Geschichte des schwedischen Fotografen, der nach einigen Problemen bei seiner automatischen Fotoeinrichtung nur den Hintern der Medaillengewinnerin einer Entscheidung fotografierte und sich verständlicherweise lautstark ärgerte. Ein kurzes Media-Rennen und immer was zu Essen im Catering Bereich waren auch nicht zu verachten. So bleibt am Ende das Fazit, dass die hohe finanzielle Investition nicht umsonst war und viele neue Eindrücke gesammelt werden konnten.