Fazit zur Halbzeit

4. Juli 2011 

Mit den Deutschen Bestenkämpfen im Mannschafts-OL wurde die erste Hälfte der nationalen Saison 2011 beendet. Nun stehen für viele Orientierungsläufer zahlreiche kleine und große Wettkämpfe im Inland und Ausland auf dem Programm. Hinter den Kulissen bleibt für das letzte halbe Jahr ein positives Fazit.

Nördlich von Bad Düben, ganz in der Nähe des beeindruckenden Ferropolis bei Gräfenhainichen, ging es für die Liebhaber des Mannschaftsorientierungslaufes am vorvergangenen Wochenende durch sehr unterschiedlich zu belaufende Wälder. War es im Wald am Samstag zur Teamentscheidung noch oft das schlecht zu belaufende Terrain und das nicht optimale Aufteilen der Posten untereinander, bei dem die OLer viel Zeit verlieren konnten. So liefen beim Bundesranglistenlauf am Sonntag nicht wenige verwirrt und sich gegenseitig fragend durch halboffene Wald- und Wiesenabschnitte. Im Ziel gab es dann wie so oft aber vor allem hitzige Diskussionen über die eigenen Routenwahlentscheidungen und das Verpassen des eigenen Attack- oder Absprungpunktes.

Die gleichen Gespräche, nur viel intensiver, länger und umfangreicher hörte man auch im Bundesland der Dichter und Denker vor knapp einem Monat. Beim 24h-OL im thüringischen Wolfersdorf passte sehr vieles, was den Orientierungslauf zu einem Erlebnis macht. Anspruchsvolle Bahnen, ein schönes Wettkampfzentrum, kurze Wege, gutes Wetter, ein durchdachtes Begleitprogramm und eine rundum gute Versorgung – kurzum einfach ein perfektes OL-Wochenende. Mit solchen Voraussetzungen war es leicht möglich, im 6er Team 24h über Stock und Stein zu laufen.

Fernab von der Perspektive als Läufer wurde auch im letzten halben Jahr im Hintergrund des deutschen Orientierungslaufes unglaublich viel gearbeitet und nicht wenig geschafft. Die aktuelle Grundversorgung mit Informationen rund um den Orientierungslauf auf orientierungslauf.de ist erstmal wieder sichergestellt. Viele freiwillige Schreiber tragen dazu bei, dass über die unterschiedlichsten Themen berichtet wird. Die Seite wächst Schritt für Schritt auch mit einem breiteren Informationsangebot. Einzig der Informationspunkt rund um die Ausprägungen des OL wurde noch nicht implementiert. Dies steht bis zur WM inklusive der Veröffentlichung von Flyern auf der Agenda. Viele weitere Themengebiete wie Presseverteiler bzw. die Publikation in weiteren Medien, Werbung, Kartenverzeichnis oder interne Bildergalerie wurden angegangen. Dazu sind erste Resultate sichtbar.

Ein großes Ziel aus Pressesicht wird in diesem Jahr die WM in Frankreich, auf die schon seit Beginn des Jahres hingearbeitet wird. Zahlreiche Erfahrungen in Norwegen 2010 zeigten, was gut und was eher schlecht geplant war bzw. umgesetzt wurde. Auch dieses Jahr wird wieder ein 3er Team für die aktuellsten Informationen rund um den deutschen und internationalen OL sorgen. Zusätzlich zur Berichterstattung in Textform und der visuellen Darstellung mittels Bildern, gehört bald auch eine HD-Kamera zur Ausstattung des Teams. Nach ersten Testphasen ist das Equipment im August hoffentlich voll einsatzfähig. Die Basis der französischen Sprache ist auf alle Fälle wieder abrufbar.

Fernab der ganzen Arbeit rund um den OL und im „richtigen“ Job ist es aus persönlicher Sicht natürlich auch immer wichtig, zu entspannen. In der Sporthauptstadt der Alpen, mit relativ kurzen Wegen zu den unterschiedlichsten Gebieten oder im Umkreis davon, ist das nicht wirklich schwer. Egal ob in der Natur oder in einer kleineren oder größeren Stadt: Mit offenen Augen entdeckt man immer Neues. Das offizielle T-Shirt des Presseteams zur WM 2011 wird daher z.B. von einem kleinen Label im Herzen von Wien angefertigt und individuell bedruckt.