7. September 2012
Quasi direkt vor der Haustür trafen sich zahlreiche Nationalläufer zum Euromeeting am zweiten Augustwochenende. Selbst als Mitorganisator war der OL in Tirol ein Erlebnis. Die Vorzeichen bei den Deutschen Meisterschaften Anfang September waren ganz andere. Aber auch diese Wettkämpfe hatten ihre Herausforderungen.
Im Gelände der Olympiaworld in Innsbruck liefen zahlreiche Nationalläufer und Teilnehmer des Mehrtagelaufes Tyr-OL am 10. August. Der technische Anspruch war leider nicht annähernd so hoch wie in den Gassen der Altstadt. Als Einstimmung auf zwei wirklich fordernde Etappen am Wochenende konnten sich die Orientierungsläufer zumindest aber warmlaufen. Zur Mitteldistanz am Samstag rund um den Obernberger See mussten sich die Starter dann wirklich warm anziehen. Selbst das Postensetzen bereitete in einigen schwer zu kartierenden Bereichen recht große Probleme. Die Laufzeiten im extrem feingliedrigen Gelände bestätigten dann die Eindrücke. Am Sonntag war nicht nur beim Posten reinholen unterhalb der Serles, im Gelände rund um das Kloster Maria Waldrast, eine gute Physis die Voraussetzung. Bei bestem Sonnenschein zeigte der norwegische Weltmeister Olav Lundanes beim Lauf über die Langdistanz eindrucksvoll, was in diesem Gelände möglich ist. Auch im Hintergrund hat die Arbeit mit den Vereinskameraden aus Innsbruck viel Spaß gemacht.
Zur Deutschen Meisterschaft über die Mitteldistanz ging es am vergangenen Wochenende in Richtung Deggendorf in den Bayerischen Wald. Die Belaufbarkeit des Wettkampfgeländes war durch Forstarbeiten und zahlreiche Steinfelder leider oft stark eingeschränkt. Physisch mussten die Teilnehmer nicht nur deswegen in sehr gut Form sein, da es nicht selten gerade die steilen Hänge hoch oder runter ging. Hängen geblieben ist von diesem Wochenende der Eindruck über die bayerische Feuerwehr am Samstag, die fast im Alleingang die Veranstaltung zur Farce hat werden lassen als sie die Autos nicht auf die freien oder vereinbarten Parkflächen einweisen wollte. Interessante Gespräche in einer Kneipe mit dem Namen Bierhimmel hinterließen ebenfalls einen bleibenden Eindruck.
Nach knapp 3 Jahren in Innsbruck und einer wohl 6-stelligen Zahl an Reisekilometern ist es nun an der Zeit nach Hause zu gehen und ein wenig sesshafter zu werden. Dort warten zahlreiche neue Herausforderungen. Die Deutschen Meisterschaften 2013 in der Hauptstadt sind ein zusätzlicher Grund auch in der Vorbereitung nah am Geschehen dran zu sein.
